Kritik an Ritalin und allen anderen ADHS-Medikamenten mit dem Wirkstoff Methylphenidat wie z.B. Concerta, Medikinet, Methylphenidat-Hexal oder Equasym
   

Teil 1 der Artikelsammlung zu Ritalin® / Methylphenidat:

Artikel ADHS und Methylphenidat

Hier finden Sie Hinweise auf Artikel aus den öffentlichen Medien.
Diese enthalten viele interessante Sachverhalte, die das Ausmaß der Ritalin
®-Vergabe vor Augen führen.


Focus.de
ADHS: So wirken Medikamente...
 
Zitat: ...Ähnlich wie Methylphendidat wirkt DL-Amphetamin. Es ist eng verwandt mit der Substanz, die als Partydroge „Speed“ Karriere machte....


deutsche-apotheker-zeitung.de:
METHYLPHENIDAT GEGEN ADHS - Ein „Goldesel“ für die Pharmaindustrie

Zitat: Ulrike Lehmkuhl, Direktorin der Kinderklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Berliner Charité, bezeichnet 90 Prozent der ADHS-Diagnosen als falsch.....

..... Der „Erfinder von ADHS“, der amerikanische Psychiater Leon Eisenberg, soll dagegen kurz vor seinem Tod im Jahr 2009 gesagt haben: „ADHS ist ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Erkrankung.“.....

 
FAZ.de
Wo die wilden Kerle wohnen


Zitat: ....Ritalin ist eine Pille gegen eine erfundene Krankheit, gegen die Krankheit, ein schwieriger Junge zu sein. Immer mehr Jungs bekommen die Diagnose. Die Pille macht sie glatt, gefügig, still und abhängig.....

....Für ein schwieriges Kind gibt es Gründe: überforderte Eltern, eine kaputte Familie, unfähige Lehrer, zu viel Computerspiele und zu wenig Kletterbäume....

....„Unsere Systeme sind für Jungen unfreundlich geworden“, sagt Gerd Glaeske, Professor für Arzneimittelversorgungsforschung an der Universität Bremen und ehemaliges Mitglied des Sachverständigenrats für Gesundheit. Jungen, so meint er, wollten risikoreicher leben und sich erproben. Dafür fehlten ihnen aber heute die Freiräume. „Jungen versuchen, Grenzen zu überschreiten“, so Glaeske, „das gilt in unserem System als auffällig.“ Die Toleranz für ein Verhalten, das früher selbstverständlich als jungenhaft akzeptiert wurde, hat rasant abgenommen. „Wenn man sagt, dass Jungen stören, muss man auch über die reden, die sich davon gestört fühlen“, fordert Professor Glaeske....

....Doch das ist nicht so einfach. Ritalin, das in hoher Dosierung ähnlich wirkt wie Kokain, macht psychisch abhängig....

....Andere Ritalin-Kinder können ohne Medikament den Stress nicht mehr ertragen. Sie ziehen sich zurück, isolieren sich von ihrer Umwelt. „Wir wissen nicht genau, wie es auf das Gehirn wirkt“, sagt Frau Lehmkuhl. Methylphenidat gilt nicht als Rauschmittel, unterliegt aber dem Betäubungsmittelgesetz, weil es als leistungssteigernde Droge missbraucht werden kann....
.....Robins Mutter hält Ritalin für ein Verbrechen an den Kindern. „Wenn ich meinem Kind ein Medikament gebe, damit es in der Schule besser wird, zeige ich ihm doch, dass ich es ändern will. Dann muss mein Sohn doch denken, dass ich ihn ohne Medikament nicht ertragen kann. Wo steht eigentlich geschrieben, dass ein Kind nicht anstrengend sein darf?"


Pressemitteilung der University of Buffalo:
Hat Ritalin dauerhafte Effekte auf Hirnzellen?

Zitat:
...Methylphenidat, der Wirkstoff des Präparats Ritalin, das oft hyperaktiven Kindern verschrieben wird, könnte Veränderungen in Gehirnzellen hervorrufen.

Diese Veränderungen sollen laut Professor Joan Baizer von der Universität Buffalo ähnlich denen sein, die Kokain oder Amphetamin verursachen.....

Sueddeutsche.de: Das späte Zittern des Zappelphilipps

Zitat:
...Damit laufen Ärzte Gefahr, durch Methylphenidat die Grundlagen für eine Krankheit zu schaffen, bei der das Gehirn zu wenig Dopamin produziert: für Parkinson. ....

...„Ärzte dachten bislang, dass Ritalin nur kurze Zeit wirkt“, sagte Baizer. Ihr Team aber habe auf Grund von ...Studien ... festgestellt, dass die Substanz das Potenzial hat, langanhaltende Veränderungen in der Struktur und in der Funktion des Gehirns zu verursachen....

welt.de
Zu viele Psychopillen senken die Lebenserwartung

Zitat: ....Ein häufiges Problem bei Psychopharmaka. Patienten müssten bei Einnahme vieler dieser Medikamente mit massiven Nebenwirkungen rechnen und ihre Lebenserwartung sinke, betonte der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP), Friedrich Walburg

"Als Fachärzte sind wir hier einer Marketingstrategie der Pharmaunternehmen unterlegen", sagte Stefan Weinmann von der Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie an den Oberhavel Klinken in Berlin Henningsdorf. "Dadurch sind die Verschreibungsraten stark gestiegen." .... Doch unabhängig davon, welche Art von Psychopharmaka man betrachte, von vielen Arzneien sei nicht bekannt, ob nicht eine nicht-medikamentöse Therapie besser sei, da sie nebenwirkungsärmer und nachhaltiger wirke, so die Experten. "Ein Großteil der nichtmedikamentösen Therapien wird an den Rand gedrängt und als nicht gleichwertig behandelt", sagt Weinmann. Gesprächs-, Verhaltens- oder auch Physiotherapien etwa. Als Grund geben die Experten den hohen Druck durch die Medikamentenhersteller an......  "Ein großes Problem birgt das Konzept der Frühprävention", sagte der Pharmakologe Bruno Müller-Oerlinghausen. Ob man beispielsweise bei sehr lebhaften Kindern gleich Medikamente gegen Hyperaktivität verschreiben müsse, sei fraglich. Es würde bereits bei kleinsten Anzeichen einer psychischen Störung medikamentös eingegriffen. In seinen Augen ist das ein Fehler – mindestens aber eine Entwicklung, der man sich bewusst werden müsse. "Wir müssen uns entscheiden, ob wir schon bei leichten psychischen Störungen mit Medikamenten eingreifen wollen."

 

shortnews.de
Ritalin: Der Wirkstoff Methylphenidat soll Todesfälle ausgelöst haben

Zitat: Ein Sprecher des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte erklärte, dass man sich über die Gefahren solcher Medikamente schon vor diesen Todesfällen bewusst war und die Beipackzettel mit entsprechenden Hinweisen versehen seien. 

 

Stern.de
Arzneimittelreport
Ältere und Kinder schlucken zu viele Pillen

Zitat: ...Kinder und ältere Menschen bekommen zu viele Arzneimittel mit gefährlichen Auswirkungen und ohne klaren medizinischen Grund....Dem vom Bremer Gesundheitsexperten Gerd Glaeske erstellten Report zufolge stiegen die Verschreibungen von sogenannten Antipsychotika bei Kindern und Jugendlichen von 2005 bis 2012 um 41 Prozent. ....."Eine medizinische Erklärung dafür lässt sich nicht direkt herleiten", erklärte Glaeske. Weder zeigten Studien einen Anstieg psychiatrischer Störungen bei Kindern und Jugendlichen, noch hätten sich die relevanten Therapieempfehlungen geändert. Auf der anderen Seite hätten Antipsychotika zum Teil gravierende unerwünschte Wirkungen. Antipsychotika beziehungsweise Neuroleptika werden vor allem für Kinder und Jugendliche mit einer sogenannten Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS), mit Angststörungen oder Depression verordnet......

 

Spiegel.de
Geld von Pharmakonzernen
Warum Ärzte schweigen

Zitat: ...Gut 71.000 Mediziner und Fachkreisangehörige haben im Jahr 2015 Zahlen von Pharmaunternehmen erhalten. Offenlegen wollten dies im Rahmen des Transparenzkodex nur rund 20.000 von ihnen. Mehr als zwei Drittel der Mediziner wollen also nicht preisgeben, dass sie Geld von der Pharmaindustrie bekommen........Chefarzt für Psychiatrie an der Berliner Schlosspark-Klinik.......Doch je länger er sich mit Psychopharmaka beschäftigt habe, desto skeptischer gegenüber diesen Arzneien sei er geworden. Einerseits. Auf den bezahlten Vorträgen habe er sich andererseits kaum getraut, Kritik zu äußern. "Man weiß ja, dass immer ein Vertreter der Firma drinsitzt. Und möchte wieder beauftragt und von einer dunklen Limousine abgeholt werden."

 

tagesspiegel.de:
Hyperkinetisches Syndrom: Charité-Arzt kritisiert Kollegen: Zu viele Psychopharmaka für Kinder

Zitat:
...In Berlin verschreiben Ärzte hyperaktiven Kindern zu viele Psychopharmaka...Psychiater Michael Huss: “Ich halte das für Schindluder und unethisch.” Denn diese Medikamente, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, können zu schweren Nebenwirkungen führen, warnt Huss...

 

Potsdamer Neueste Nachrichten:
Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität

Zitat:
...Eine Untersuchungsmethode, die die Erkrankung eindeutig belegen würde, gibt es nicht...

 

Uno.de:
INCB-Jahresbericht Pressemitteilung Nr. 4

Zitat:
...In den USA werden jährlich 330 Millionen Tagesrationen (Defined Daily Dosis, DDD) an ADHD-Patienten verabreicht...Die Behandlungsrate für ADHD beläuft sich in einigen amerikanischen Schulen auf 30 bis 40 Prozent einer Klasse und sogar einjährige Kinder werden bereits mit Methylphenidat (Ritalin) behandelt...Die Behandlung mit Drogen ist oft leider der scheinbar leichtere Ausweg als die Auseinandersetzung mit der Ursache des Problems...

 

Woz.ch:
Die Pille für das Kind

Zitat:
...Je mehr wir über Hyperaktivität oder ADD (Attention Deficit Disorder) forschen, desto weniger wissen wir, was es ist oder ob es sich nicht um tausend verschiedene Zustände handelt, welche wir alle gleich benennen», schrieb der Neurologe Richard E. Vatz... «Die Diagnose ist ein einziges Schlamassel», bekräftigte Mark Vonnegut, Kinderarzt in Massachusetts.

 

Spiegel.de
"Normal" von Allen Frances: Beichte eines Psychiater-Papstes

Zitat: "Je weiter die Psychiatrie voranschreitet, desto weniger Normale bleiben übrig. Einer Studie zufolge erfüllen schon mehr als achtzig Prozent der jungen Erwachsenen die Kriterien für eine psychische Störung. Das sei irre, sagt der US-amerikanische Psychiater Allen Frances. ....Vor einer Abschaffung der seelischen Gesundheit haben Kritiker schon vorher gewarnt. Doch mit Frances, 70, meldet sich jetzt jemand zu Wort, der sein ganzes Berufsleben selbst daran beteiligt war, normale Menschen in seelisch Kranke zu verwandeln....."Wir hatten alle den Kopf tief im Sand und verschätzten uns grob", räumt er ein. Und leider sei es ihm nicht gelungen, "drei neue falsche Epidemien bei Kindern vorherzusagen oder gar zu verhindern: Autismus, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und bipolare Störung". Dabei seien die Kinder heute gar nicht gestörter als früher, gesteht Allen Frances. "Was sich verändert hat, sind die Etiketten"......"



Quarks.de:
Ritalin und der Zappelphillipp

Zitat:
...Als ... Therapie taugt das Medikament [Ritalin] aber nicht. Es hat keinen heilenden Effekt...



Welt.de:
ADHS-Mittel Ritalin zeigt Gewöhnungseffekt

Zitat:
...Die dauerhafte Einnahme des ADHS-Medikaments Ritalin kann den Hirnstoffwechsel deutlich verändern: Wie US-Forscher in einer Studie an Erwachsenen nachweisen, bewirkt das Stimulans im Belohnungszentrum eine Zunahme jenes Eiweißes, dessen Wirkung es eigentlich hemmen soll. Dies deute darauf hin, dass mit der Zeit eine Toleranz gegen das Mittel entstehe, mahnen die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "PLoS One". Das Absetzen der Arznei würde demnach die Symptomatik verstärken. ...

 

planet-interview.de
John Virapen - Die Pharmaindustrie ist in Wirklichkeit nicht daran interessiert, etwas zu heilen.

Zitat: John Virapen (*1943) hat mehr als 35 Jahre in der Pharmaindustrie gearbeitet. In Schweden war er Geschäftsführer von Eli Lilly & Company und an der Markteinführung mehrerer Medikamente beteiligt, auch solcher mit massiven Nebenwirkungen......

Virapen:.....Ich begann zu recherchieren und fand eine Menge Informationen darüber, zu welchen Nebenwirkungen Prozac und andere Medikamente aus dieser Gruppe führten. Und dann sah ich, dass Kinder mit Psychopharmaka behandelt wurden, die angeblich unter ADHS, dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom leiden, von dem mir niemand wirklich sagen kann, was es ist......

.....Ich habe noch weiter recherchiert und meine Erkenntnis ist heute: Psychiater erfinden Krankheiten. Niemand weiß wirklich alles über das Gehirn. Und die Pharmaindustrie kommt dann mit ihren Pillen. In Wirklichkeit sind sie nicht daran interessiert, etwas zu heilen. Denn wenn sie chronische Krankheiten heilen, können sie kein mehr Geld verdienen. Sie behandeln lediglich die Symptome, nicht die Erkrankung. Und wenn es keine Erkrankungen mehr gibt, die sie behandeln können, dann erfinden sie eben welche......

..... Kinder als Markt zu erschließen ist neu und in meinen Augen kriminell. Die Industrie schert sich nicht um Patienten, ihnen geht es ausschließlich um den Profit. Mir war das vielleicht egal, als ich noch gearbeitet habe. Aber jetzt, wo ich selbst einen vierjährigen Sohn habe, ist es mir wichtig.....

 

Psychiatrie-Verlag.de:
DSM-5: Der Wahnsinn der Normalität

"Wir kommen an den Punkt, wo es kaum noch möglich ist, ohne geistige Störung durchs Leben zu kommen - oder zwei oder eine Handvoll«, urteilt zum Beispiel der Psychologe Allen Frances. Dabei ist Frances selbst einer jener Experten, die die Neuerungen des DSM-IV auf den Weg brachten. Seinen nunmehr kritischen Standpunkt verdankt Frances sicherlich dem unbarmherzigsten Lehrmeister: der Erfahrung: »Durch unsere Arbeit für DSM-IV haben wir Epidemien wie das Aufmerksamkeits-Hyperaktivitäts-Syndrom ADHS erschaffen"



wdr.de:
Doping im Kindesalter - Alternativen

Zitat:
...
Immer mehr unruhige, aggressive, konzentrationsgeschwächte, selbstbewußte oder ungeliebte Kinder werden als "verhaltensgestört" oder hyperaktiv etikettiert, als "Störenfriede". Und häufig werden sie von ihren Eltern mit Medikamenten, allzuoft mit Psychopharmaka, auf den "richtigen" Weg gebracht - obwohl insbesondere die Psychopharmakatherapie bei Kindern äußerst umstritten ist, die Konsequenzen für die wachsende Suchtgefährdung deutlich und die Nebenwirkungen abschreckend sind...

 

wernerbehr2.twoday.net
News zu Kokain

Zitat: Was nämlich gerne vergessen wird: Ritalin steht in einer Reihe mit den Amphetaminen (Speed, Ecstasy), die ebenfalls bei ADHS angewandt werden.....

...... Wissenschaft und Pharma-Industrie entwickeln nicht nur aus Forschungsdrang und Philanthropie ständig neue Substanzen, es geht auch darum, alten Wein in neue Schläuche zu gießen. Anders gesagt: Hier ein Methyl-Molekül ranhängen, dort eine NH-Gruppe wegnehmen, ein neuer Name und Public Relation wirken Wunder. Bis auch für das neue Medikament Langzeitfolgen bekannt werden und der Zyklus von vorne beginnt. Auch das nennt sich wissenschaftlicher Fortschritt.

 

Spiegel.de
Schwermut ohne Scham


Zitat: In den sechziger Jahren war es dann der US-Psychiater Leon Eisenberg, der dem Krankheitsbild, unter neuem Namen, zum Durchbruch verhalf. ......

Auf einem Seminar der Weltgesundheitsorganisation kämpften Leonberg und sein Kollege Mike Rutter 1967 darum, die angebliche Hirnstörung als eigenständige Krankheit in den Katalog der psychiatrischen Leiden aufzunehmen. ......

..... Damit war eine Erkrankung in der Welt, die es vielen recht machte. Die Vorstellung, ADHS habe genetische Ursachen und sei damit angeboren, entlastete die Eltern. An der Erziehung könne es nicht liegen, wenn das eigene Kind nicht funktioniere wie gewünscht. Und so gibt es in Deutschland in jeder Grundschulklasse inzwischen statistisch ein Kind mit der Diagnose ADHS. Damit Tobemarie und Zappelphilipp ruhiger werden, erhalten sie Mittel wie Medikinet und Ritalin. Das freut die Industrie: Der Verbrauch des darin enthaltenen Betäubungsmittels Methylphenidat erreicht jedes Jahr neue Rekorde. Wurden 1993 noch 34 Kilogramm in Apotheken umgeschlagen, waren es im vorigen Jahr 1760 Kilogramm......

...... Doch ausgerechnet der wissenschaftliche Vater von ADHS hat die Explosion der Verschreibungen mit wachsendem Entsetzen verfolgt......In seinem letzten Interview, sieben Monate vor seinem Tod an Prostatakrebs im Alter von 87 Jahren, distanzierte er sich von seiner Jugendsünde.

.....Niemals hätte er gedacht, erzählte er, dass seine Erfindung einmal derart populär würde. "ADHS ist ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Erkrankung", sagte Eisenberg.....

....Stattdessen sollten Kinderpsychiater viel gründlicher die psychosozialen Gründe ermitteln, die zu Verhaltensauffälligkeiten führen können, sagte Eisenberg. Gibt es Kämpfe mit den Eltern, leben Mutter und Vater zusammen, gibt es Probleme in der Familie? Solche Fragen seien wichtig, aber sie nähmen viel Zeit in Anspruch, sagte Eisenberg und fügte seufzend hinzu: "Eine Pille verschreibt sich dagegen ganz schnell."....

Den ADHS-Geist, den er gerufen hatte, wurde Eisenberg nicht mehr los.

..... Was der ständige Einfluss der Medikamente in den sich noch entwickelnden Gehirnen anstellt, weiß niemand. Wird hier die Saat für lebenslängliches Tablettenschlucken gelegt? Kritiker Allen Frances zuckt die Schultern und sagt: "Es ist ein Experiment außer Kontrolle." 

 

cchrint.org
Dr. Thomas Szasz - Professor der Psychiatrie Emeritus

Zitat [Freie Übersetzung aus dem Englischen]: Ein Kind als psychisch krank zu etikettieren, ist Stigmatisierung und nicht Diagnose. Einem Kind psychiatrische Drogen zu geben, ist Vergiftung und nicht Behandlung.........

...... Wir haben keine Epidemie von psychischen Krankheiten, wir haben eine Epidemie von Psychiatrie.......

......Ich weiß nicht, ob der Durchschnittsbürger realisiert, dass wenn ein dreißigjähriger Mann mit einer handvoll Ritalin auf der Straße erwischt wird, für Jahre ins Gefängniss gehen kann. Man nennt es "Speed". Und das ist es was wir Schulkindern als Behandlung geben, ohne dass es einen lobortechnischen oder medizinischen Beweis gibt, dass sie krank sind......

....Niemand erklärt woher diese Krankheit [ADHS] herkam; warum es nicht vor 50 Jahren existierte. Niemand ist im Stande, es mit einem objektiven Test zu diagnostizieren. Es wird von sich beschwerenden Schullehrern und Eltern diagnostiziert. Leute beziehen sich auf die Tatsache, dass sie keine Kinder mögen, die sich schlecht benehmen.......

swiss-paediatrics.org
Methylphenidat Missbrauch


Zitat: Methylphenidat ist ein zentralwirksames Psychostimulans mit einem ähnlichen Wirkungsmechanismus wie Amphetamin. In den fünfziger Jahren wurde es anfänglich für die Behandlung von Narkolepsie und  chronischer Müdigkeit vermarktet. Sein Suchtpotential ist seit langem bekannt....Es ist zu befürchten, dass durch die nicht immer gerechtfertigte hohe Anzahl von Methylphenidat-Verschreibungen die Missbrauchsfälle zunehmen könnten....Eine Vielzahl kontrollierter Studien hat die Wirksamkeit einer medikamentösen Behandlung von ADHS gezeigt. Bei kritischer Betrachtung der verfügbaren Evidenz fällt jedoch auf, dass die Studiendauer auf 2 Jahre begrenzt ist und der Behandlungserfolg anhand von Fragebögen zur Verhaltensbeurteilung durch Lehrer und Eltern beurteilt wurde. Eine Verbesserung des klinischen Zustandes gemessen mittels einer geeigneten Angst-Skala durch das Kind selbst, Schulerfolg oder Entwicklung hinsichtlich Kriminalität oder Drogenverbrauch wurde jedoch nicht berücksichtigt...Vereinzelte Todesfälle
wurden beschrieben und das Risiko eines plötzlichen Todes ist, sogar in Abwesenheit zugrundeliegender Kardiopathien, erhöht... Bei 48 von 60 Verhaltensstudien, die bei Mensch und Tier durchgeführt
worden sind, gab es deutliche Hinweise auf ein erhöhtes Suchtrisiko. Methylphenidat zeigte eine euphorisierende, dem Kokain oder Amphetaminen ähnliche Wirkung und führte zu einem für Suchtmittel spezifischen Verstärkungseffekt (reinforcement)...Genau wie Kokain erhöht Methylphenidat die extrazelluläre Dopaminkonzentration, indem es die DAT, vor Allem im Striatum und im Nucleus accumbens (beim Verstärkungseffekt und endogenen Belohnungssystem involvierte Hirnareale, deren Funktion bei ADHS beeinträchtigt sein könnte hemmt.....Die Zunehmende Anzahl an ADHS-Diagnosen gleicht einer Epidemie und geht mit einer immer häufigeren Verschreibung von Psychostimulanzien einher. Diese Tendenz jedes Verhalten «normalisieren» zu wollen, sollte jedoch auch im Zusammenhang mit soziokulturellen, wirtschaftlichen und  politischen Faktoren betrachtet werden, die hierbei eine Rolle spielen könnten
.
Die Tatsache, dass Methylphenidat als «Stimulans» bezeichnet wird, sollte nicht dazu dienen eine Indikationserweiterung zu rechtfertigen. Die hier angeschnittenen Betrachtungen sollen dazu ermuntern die Verschreibung von Methylphenidat nicht zu banalisieren. Ausserdem soll auf das Missbrauchsrisiko  für die mit Methylphenidat behandelten Patienten und nahestehende Personen aufmerksam gemacht werden. Beim Auftreten neuropsychiatrischer oder kardiovaskulärer Symptome bei mit Methylphenidat behandelten Patienten sollte differentialdiagnostisch ein möglicher Missbrauch mitberücksichtigt werden.

 

coopzeitung.ch
Unsere Kinder werden krankgeredet

ADHS, die Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung, wird bei Kindern zu häufig diagnostiziert. Dies zeigt eine neue Basler Untersuchung. Studienleiterin Katrin Bruchmüller über zappelige Kinder, und darüber, was in der Gesellschaft falsch läuft......

....Katrin Bruchmüller: .....Unsere Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass es die «Generation ADHS» so nicht gibt. .....

....Zunächst erleidet das Kind durch die falsche Diagnose eine Stigmatisierung, weil es als krank gilt. Dies festigt das problematische Verhalten im Sinne einer selbsterfüllenden Prophezeiung eher, weil dann alle weniger an einer Änderung arbeiten. Noch schlimmer ist die Tatsache, dass nicht klar ist, welche Langzeitfolgen die Ritalin-Abgabe hat......

.....Es ist meines Erachtens zunächst einmal ganz normal, dass Kinder hibbelig sind. Sie müssen sich auf angemessene Art austoben können. Das ist in der heutigen Gesellschaft aber immer weniger der Fall. Viele Kinder wohnen in einem städtischen Umfeld mit weniger Bewegungsfreiraum, spielen in ihrer Freizeit häufig Computerspiele oder schauen Fernsehen und sind zudem schulisch stark gefordert. Da kommt man weniger dazu, die angestaute Energie auf natürliche Art loszuwerden, beispielsweise durch Toben oder Spielen in der Natur. Zudem fehlen vielen Kindern klar gesetzte Grenzen. Hier müssen Eltern und Lehrer konsequent sein im Umgang mit lebhaften Kindern.......

....Erfolg und Aufstieg in kürzester Zeit werden in der Gesellschaft immer mehr angestrebt. Da fallen Kinder, denen das Stillsitzen schwerfällt, eben leichter durch den Raster. Leistung hat in unserer Gesellschaft oberste Priorität, Kreativität und nicht zielgerichtete Aktivitäten finden da keinen Platz mehr. Wir sollten wieder lernen, dass man Zeit auch mal vertrödeln darf. Das schafft ein viel menschenfreundlicheres Klima. Zudem sollte bei abweichendem Verhalten nicht gleich nach einer Krankheit als Ursache gesucht werden.....

....Viele Menschen fühlen sich überfordert durch Kinder, die nicht in den vorgegebenen Raster von Lehrplänen, Hobbys und Ähnlichem passen und durch Unruhe auffallen. Eine Diagnose wird dabei von allen Betroffenen eher als Entlastung aufgefasst, denn das zeigt, dass man selber nichts falsch gemacht hat, es gibt ja durch die Diagnose eine objektive Ursache für die Schwierigkeiten. Das Problem ist nur, dass das Kind durch eine solche (Fehl-)Diagnose einen Stempel aufgedrückt bekommt, den es möglicherweise lange nicht mehr los wird. Zudem verstärkt er unter Umständen die Probleme noch......

....Heutzutage würde in der Gesellschaft oder im Umfeld des Kindes sicher sehr schnell die Diagnose ADHS gestellt oder zumindest vermutet. Das legen auch die Ergebnisse unserer Studie nahe. Tatsächlich würde man aber in Fachkreisen bei vielen unruhigen Kindern eher eine Kombination bestimmter Temperamentsmerkmale vermuten, beispielsweise, dass sie sehr extrovertiert sind und immer auf der Suche nach neuen Erfahrungen. Dies ist aber häufig eine normale menschliche Temperamentsausprägung und bedeutet nicht, dass das Kind krank ist......



Zeit.de
Pharmaindustrie - Geben und einnehmen

Zitat:
...Der Pharmabranche sind solche Kooperationen einiges wert. Lilly unterstützt alle größeren ADS-Gruppen projektbezogen mit Spenden. Zur Gründung des Hamburger Arbeitskreises ADS/ADHS gab der Konzern 40.000 Euro: Die von Lilly beauftragte PR-Agentur Gianni & Meissner aus Frankfurt half, die Ziele der Initiative zu formulieren, organisierte den Auftakt in einem Hamburger Hotel bei gutem Essen und konzipierte einen Leitfaden, der an Eltern und Lehrer verteilt wird. ....

 

Winiti-Guide.ch:
Das NOVARTIS-Medikament ist den US-Drogenbehörden ein Dorn im Auge

Zitat:
...Meist werden die begehrten Tabletten aus Medizinalschränken von Schulen gestohlen, wo zuweilen bis zu 20% aller Schüler ihre tägliche Dosis Ritalin erhalten; immer häufiger verkaufen auch Kinder ihre legalen Rezepte direkt an Klassenkameraden, welche das Medikament pulverisieren und durch die Nase »sniffen» oder auflösen und wie Heroin direkt ins Blut spritzen...

 

zeit-fragen.ch
Ritalin - die verkannte Gefahr

Zitat:
...Ritalin stört die Persönlichkeitsentwicklung langfristig...
...Leider findet die Tatsache, dass eine Ausgestaltung der positiven Zuwendung der Eltern «verhaltensauffällige» Kinder ruhiger werden lässt, in der Fachdiskussion nicht die gebührende Beachtung....

 

faz.net:
Doping statt Erziehung

Zitat:
...Und wie der Zufall so will, ist die Sondernummer der Zeitschrift “Kinderärztliche Praxis”, wie “Die Woche” berichtet, ausgerechnet von dem Pharmaunternehmen finanziert, das das Medikament Ritalin herstellt...

 

justice.gov (US-Justizministerium)
Methylphenidate (Ritalin)

Zitat (freie Übersetzung aus dem Englischen): Methylphenditat,..., hat ein hohes Mißbrauchspotential und erzeugt eine Menge der gleichen Effekte wie Kokain und Amphetamine.... Übermäßiger Konsum, psychotische Perioden, Herzkreislaufstörungen und ernsthafte psychische Abhängigkeit werden alle mit Methylphenditat in Zusammenhang gebracht....

 

Nürnberger Nachrichten:
Rauschgiftermittler warnt vor bestimmten Psychopharmaka für Kinder

Zitat:
... Machen sich Ärzte, Lehrer und Eltern mitschuldig, Kinder durch Medikamente zu gewaltbereiten Drogenabhängigen zu programmieren? Für Horst Wimmer, stellvertretender Leiter des Rauschgiftkommissariats bei der Polizeidirektion Fürth, stellt sich diese dringliche Frage. Denn allzu unruhigen Kindern werden nach seinen Nachforschungen seit ein paar Jahren verstärkt Pillen verschrieben, die Amphetaminhaltige Substanzen enthalten. Unter dem Einfluss dieser Psychodroge geschehen aber auch viele Straftaten. ...

 

Aphothekenumschau
Ritalin 10 mg Tabletten - Beipackzettel / Informationen


Zitat:
...Welche Nebenwirkungen können im Einzelnen auftreten?
Unregelmäßiger Herzschlag (Herzklopfen), Stimmungsveränderungen oder Stimmungsschwankungen oder Persönlichkeitsveränderung. Selbsttötungsgedanken oder- absichten, Sehen, fühlen oder hören von Dingen,die nicht existieren;...Psychose...unkontrollierte Sprache und Körperbewegungen (Tourette-Syndrom),...Kurzatmigkeit oder Atembeschwerden...Gefühl ungewöhnlicher Erregtheit, Überaktivität und Hemmungslosigkeit(Manie)...Herzanfall, Anfälle (Krampfanfälle, Konvulsionen, Epilepsie), ....Lähmung....sehr hoher Blutdruck und schwere Krampfanfälle...

...Weitere Nebenwirkungen....
Wiederkehrende unerwünschte Gedanken, unerklärliche Ohnmachtsanfälle, Brustschmerzen, Kurzatmigkeit (dies können Anzeichen von Herzproblemensein)....

....Wirkungen auf das Wachstum bei Kindern
Wenn Methylphenidat für länger als ein Jahr eingenommen wird, kann es beimanchen Kindern zu einer Wachstumshemmung kommen...

Focus.de:
Neue Droge en vogue auf Schulhöfen

Zitat: " Ritalin, ein Medikament für hyperaktive Kinder mit Konzentrationsstörungen, wird neuerdings als Psychodroge missbraucht. Wie FOCUS berichtet, wurde in Bayern an einer Schule mit dem Mittel gedealt.

Ritalin wird als Pulver geschnupft oder in Wasser aufgelöst und gespritzt. Die Drogenbeauftragte des Bundes, Marion Caspers-Merk, kritisierte die laxe Verschreibungspraxis von Methylphenidat, dem Wirkstoff in Ritalin...."

aerzteblatt.de
Barmer-GEK-Arztreport 2013: „Generation ADHS“ wächst heran


...Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer-GEK, Rolf-Ulrich Schlenker, zeigte sich besorgt über diese Entwicklung. „Dieser Anstieg erscheint inflationär. Wir müssen aufpassen, dass die ADHS-Diagnostik nicht aus dem Ruder läuft und wir eine ADHS-Generation fabrizieren“, betonte Schlenker. Pillen gegen Erziehungsprobleme seien der falsche Weg....Besonders hohe Diagnoseraten sind zum Ende des Grundschulalters vor dem Übergang auf weiterführende Schulen zu verzeichnen, berichteten die Reportautoren Dr. Thomas G. Grobe und Prof. Dr. Friedrich W. Schwartz vom Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung in Hannover. Dies könne unter anderem auch die Erwartungshaltungen und den Druck der Eltern widerspiegeln, vermuten sie....

 

Spiegel.de:
Funkstille im Frontalhirn

Zitat:
Gerald Hüther, Prof. für Neurologie, Göttingen:
...Kinder sollten so selten wie möglich die Erfahrung machen, dass sie nur mit Hilfe einer Pille funktionieren können. Sie müssen erleben, wie sie aus sich selbst heraus Probleme lösen können....

 

Spiegel.de
"Wow, was für ein Gefühl!"

Zitat: Westermann veränderte sich. Sie war leicht reizbar, und "an manchen Tagen hasste ich mich selbst". Schlau sei sie zwar gewesen, erzählt ihr Mann, aber ihr "gesunder Menschenverstand" war verlorengegangen: "Das war nicht mehr die Frau, die ich geheiratet hatte."

Das vollgestopfte Gehirn von Maria Westermann geriet immer öfter in Konflikt mit den Anforderungen des Alltags. Aus jeder Bemerkung ihres Mannes leitete sie eine Verschwörung ab. Erzählte er von einem Gespräch mit einer Mitarbeiterin, so vermutete sie eine Liebschaft dahinter. Berichtete er von Problemen der Kinder, so vermutete sie, ihr Mann wolle ihr die Söhne entziehen. "Alles, was ich mir ausdachte, ergab einen Sinn", sagt sie. Die Ehe wurde zur Hölle.

Erst im Mai 2008, über drei Jahr nach der Einnahme der ersten Tablette Ritalin, sah Westermann ein, dass sie Hilfe brauchte. Sie ließ sich in einer Klinik für Suchtkranke aufnehmen. Alkoholiker, Tablettenabhängige, Kokainsüchtige, Ausgebrannte. "Das war wie eine Hinrichtung", sagt sie, "ich war auf dem Abstellgleis angekommen."

 

bvpraevention.de
ADHS: Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie rüttelt wach

Zitat:
Methylphenidat ist nicht harmlos. Zu den Nebenwirkungen gehören "Wachstumsstörungen, ... Tics, Angst, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Psychosen, depressive Verstimmung, Hirnblutungen, ... Leberfunktionsstörungen, ... Unruhe, Aggressivität, Herzrhythmusstörungen, ... Suizidalität" ...."Die Nebenwirkungen werden gegenüber Eltern und Lehrern verharmlost",....  Doch die Pharma-Industrie sei stark im Marketing. Sie sponsert zum Beispiel Selbsthilfegruppen zu ADHS oder Ärztefortbildungen. Außerdem führt sie einen Großteil der öffentlichen Aufklärungsarbeit durch, wobei sie wichtige Informationen oft nicht weitergebe, so die DGSP.....entsteht in der Öffentlichkeit durch die Informationsangebote der Pharmaindustrie häufig der Eindruck, bei ADHS handele es sich vorrangig um ein "Dopaminmangelsyndrom" des Gehirns. Die DGSP schreibt hierzu: "Es ist abwegig und grob irreführend, bei ADHS einen physiologischen Bedarf für Methylphenidat zu postulieren...

 

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