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FOCUS Online

V E R M I S C H T E S

Ärzte verweigern Behandlung

Bei jedem vierten Patienten verweigern Ärzte inzwischen ambulante Behandlungen, Arznei- und Heilmittel. Das meldet FOCUS unter Berufung auf eine Langzeitstudie der Universität Bremen und der Gmünder Ersatzkasse (GEK), die an diesem Mittwoch in Berlin vorgestellt wird.

Demnach verschieben Mediziner Therapien „aus Budgetgründen“ oder verlangen, dass der Patient die Behandlung aus eigener Tasche bezahlt. GEK-Sprecher Roland Stahl bezeichnete dieses Verhalten der Ärzte als „absolut vertragswidrig“. Als Folge schritten viele Patienten zur Selbstmedikation und erlitten „enorme gesundheitliche Schäden“.

Bei der Auswertung von 235 000 Rezepten stellte sich zudem heraus, dass Ärzte Kindern oft veraltete und zu viele Arzneien verordnen. Die massenhafte Verschreibung des Psychopharmakas Ritalin gegen das „Zappelphilipp-Syndrom“ ohne psychotherapeutische Begleitung käme gar einem „Kunstfehler“ gleich.
         
19.11.00, 10:18 Uhr

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Originalartikel: http://focus.de/G/GV/GVA/gva.htm?snr=80232&streamsnr=9

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